Hessischer Denkmalschutzpreis
für Wiesbadener Pressehaus

Eine große Anerkennung auch für die Leistung der bauausführenden Karl Gemünden GmbH & Co. KG: Die Rhein-Nahe Immobilien GmbH (RNI), eine Gesellschaft unserer Schwesterfirma J. Molitor Immobilien GmbH und der Sparkasse Rhein-Nahe wurde für die Sanierung des Wiesbadener Pressehauses mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt Leistungen mit überregionaler Bedeutung auf den Gebieten der archäologischen Denkmalpflege, der Bau- und Kunstdenkmalpflege und der Gartendenkmalpflege. Insgesamt wurden 2017 zwölf Preise vergeben.

Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer der Preis stiftenden Lotto Hessen GmbH: "Der Preis soll Engagement belohnen, Leuchtturmobjekte auszeichnen und zukünftige Denkmalinhaber anspornen." Boris Rhein, Kunst- und Kulturstaatsminister des Landes Hessen, Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen und LOTTO Hessen-Geschäftsführer Dr. Heinz-Georg Sundermann überreichten Molitor-Geschäftsführer Dirk Gemünden und Architekt Uwe Bordt von BGF+ die Urkunde. In seiner Laudatio würdigte Heinz Wionski, Leiter der Bau- und Kunstdenkmalpflege beim Landesamt für Denkmalpflege Hessen, die denkmalgerechte Sanierung historischer Räume des Pressehauses Wiesbaden und die fachlich hochwertige Restaurierung der erhaltenen Raumausstattungen. Insgesamt waren mehr als 50 Vorschläge im Rennen. Im Zuge einer Bereisung hatte sich die Wettbewerbsjury vor Ort ein Bild von den vorgeschlagenen Denkmalschutzobjekten gemacht und danach ihre Auswahl getroffen.

Zum Pressehaus Wiesbaden: Zwei Jahre lang wurde das denkmalgeschützte Gebäude mit enormem Aufwand umgebaut, saniert und restauriert. Bei dieser anspruchsvollen Baustelle waren nicht nur Kompetenz, sondern auch Fingerspitzengefühl, Improvisation und logistische Präzision gefragt. Für die Bauexperten der Bauunternehmung Gemünden war die Sanierung des Pressehauses eine reizvolle Aufgabe, denn sie konnten bei Rohbau und Ausbauarbeiten ihre ganze Erfahrung in der Revitalisierung von Denkmalschutzgebäuden einbringen.

Das von den Architekten Lang, Wolff und Hertel in Formen des Neobarocks und des Jugendstils entworfene Pressehaus wurde 1909 fertiggestellt. Seither diente das rund 7.000 m² große Gebäude in der Fußgängerzone der Wiesbadener Innenstadt als Verlagshaus des Wiesbadener Kuriers und des Wiesbadener Tagblatts. Von 2014 bis 2016 wurde das Gebäude umfassend revitalisiert und teilweise einer Umnutzung unterzogen. Seit etwas mehr als einem Jahr erstrahlt das Pressehaus im neuen Glanz, mit Luxuswohnungen in den oberen Etagen und modernen Büroräumen für die an den alten Standort zurückgekehrte Verlagsgruppe Rhein Main. Im Erdgeschoss des Pressehauses wurde mit COS und IKKS attraktiver Textil-Einzelhandel angesiedelt. Im Zuge der Sanierung wurden die Schmuckfassade zur Langgasse, das Eingangsfoyer und die anschließenden Treppenhäuser sowie einige weitgehend erhaltene Büroräume im vorderen Trakt des Gebäudes restauriert  und in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt. Der Innenhof wurde von Um- und Anbauten der 1950er  und 1960er Jahre befreit. Ein Laden mit begrünter Dachfläche verweist auf die einstige Kundenhalle. Im Inneren wurden historische Ausstattungen wie die Gewölbemalereien im Foyer, das historische Treppenhaus oder auch die erhaltenen Jugendstilfenster restauriert oder wieder hergestellt. Durch die Revitalisierung wurde das Wiesbadener Pressehaus nicht nur baulich, sondern auch wirtschaftlich zukunftsfähig gemacht.

Die Projektentwicklung erfolgte durch die Rhein-Nahe Immobilien GmbH (RNI), für die Planung zeichnete das Büro BGF+ Architekten aus Wiesbaden verantwortlich. Eine reich bebilderte Broschüre gewährt spannende Einblicke in die Geschichte und die umfangreiche Sanierung des historischen Gebäudes - sie ist erhältlich unter carolin.hahn@gemuenden-bau.de.

 

Bildnachweis Gebäude:Thomas Ott
Bildnachweis Preisverleihung: Gemünden